07.11.2014

Wenn die Vorsorge vergessen wird: viele junge Menschen werden im Alter unangenehm überrascht.

Insbesondere in der heutigen schnelllebigen Zeit fällt auf, dass die Menschen sich immer weniger mit dem Thema Alter, Pflege und Sterben auseinandersetzen. Dies mag auf unsere leistungsorientierte, aktive und Jugend-Lifestyle-orientierte Lebensweise zurückzuführen sein. Darüber verliert man leicht aus dem Auge, dass Älterwerden inklusive der damit einhergehenden Alterserscheinungen, aber auch Krankheit und Unfälle mit daraus resultierender möglicher Pflegebedürftigkeit Jeden in jeder Altersklasse treffen kann.

Somit ist Pflegevorsorge kein langweiliges, in weiter Ferne zutreffendes Thema, sondern sollte jeden Einzelnen von uns interessieren. Nur wer sich zeitig und gründlich mit dem Thema Altersvorsorge beziehungsweise in diesem Fall insbesondere der Pflegevorsorge auseinandersetzt, ist für eine eventuell überraschend eintretende Pflegebedürftigkeit gerüstet. Je zeitiger man sich mit diesem Thema beschäftigt, desto größer sind die Chancen, den bestmöglichen Tarif für sich selbst herauszufinden und im Ernstfall bestmöglich abgesichert zu sein.

Da jüngere Menschen meist weniger Geld zur Verfügung haben und dem Thema Vorsorge im Verwandten- und Bekanntenkreis meist noch keine große Bedeutung beigemessen wird, ist die Hauptklientel der Versicherungen, die Altersklasse ab etwa 40. Personen mit in der Regel mittlerem bis gutem Einkommen, die zukunftsorientierter ausgerichtet sind und bei denen die Wahrscheinlichkeit, zu einem Pflegefall zu werden, zunimmt. Diese interessieren sich auch eher dafür, die nächsten Verwandten, insbesondere die eigenen Kinder, durch Abschluss einer Pflegezusatzversicherung zu schützen und finanziell abzusichern. Ist die Pflegezusatzversicherung denn tatsächlich erst für diese Altersklasse interessant? Nein!

Unfälle können jeden treffen und die Wahrscheinlichkeit, das man nach einem Unfall zu einem Pflegefall wird, ist weit weniger gering als viele meinen. Deswegen sollte jeder Einzelne für sich überlegen, ob es nicht doch weitaus sinnvoller wäre, diese “Mich-wird-es-sowieso-nicht-treffen-Mentalität” beiseite zu schieben und sich aktiv für seine eigene Zukunft einzusetzen und vorzusorgen: für ein Leben in Würde und ohne finanzielle Sorgen, wenn man nicht mehr in der Lage sein sollte, sein Leben selbstständig und aktiv zu gestalten…

Beitrag verfasst von Konrad Dießl.