Glossar zum Thema Pflege – Von A bis Z

Eine praktische Hilfe für Anträge und Formulare

Mit diesem Glossar wird es Ihnen deutlich leichter gelingen, Formulare, Anträge und Co. auszufüllen bzw. zu verstehen. Schlagen Sie die Begriffe, die Ihnen unklar sind, einfach hier nach. Für einen Einstieg in das Thema Pflege ist dieses Glossar eine wertvolle Unterstützung.

A

Akinese: Akinese bedeutet starke Bewegungsarmut bis hin zu Bewegungslosigkeit. Dies wird hauptsächlich merkbar am Gehen, Schreiben und bei der Mimik. Dieses Symptom lässt auf eine Erkrankung bestimmter Teile des Gehirns schließen. Meist steht es in Zusammenhang mit einer Parkinson-Erkrankung.

Aktivierende Pflege: Aktivierende Pflege bezeichnet eine Art der Pflege, bei der die zu pflegende Person bei der Ausführung der Pflege miteingeschlossen wird – natürlich nur in der Form, wie es für die individuelle Person möglich ist. So wird gleichzeitig die Pflege durchgeführt, als auch die betroffene Person ermutigt und deren geistigen und körperlichen Fähigkeiten gestärkt. Manchmal können dadurch sogar verloren gegangenen Fähigkeiten wieder erlernt werden.

Aktivitäten des alltäglichen Lebens: Dies bezeichnet eine Zusammenfassung aller physischen als auch psychischen Grundbedürfnisse eines Menschen, die durch eine Erkrankung oder auch im Alter beeinträchtigt sein können und dadurch nicht selbst erlangt werden können. Hierzu zählen folgende zwölf Aktivitäten:

1) Ruhen und schlafen
2) Sich bewegen
3) Sich waschen und kleiden
4) Essen und Trinken
5) Ausscheidung
6) Regulierung der Körpertemperatur
7) Atmen
8) Für Sicherheit sorgen
9) Sich beschäftigen
10) Kommunizieren
11) Sinn finden
12) Sich als Mann oder Frau fühlen

Alzheimer: Alzheimer ist eine Erkrankung die mit einer Demenz einhergeht. Sie ist die am häufigsten auftretende Demenz. Ausgelöst wird Sie durch das Absterben von Nervenzellen im Gehirn und ist somit auch nicht mehr reversibel, also nicht heilbar. Gedächtnisschwäche, Gedächtnisstörungen und Gedächtnisverlust werden mit der Zeit immer mehr und können den Charakter der betroffenen Person stark verändern. Der fortschreitende Verlust der Nervenzellen bringt einen sich verschlechternden Verlauf der Krankheit mit sich.

Ambulante Pflege: Zu betreuende oder pflegende Personen die in ihrem privaten Umfeld versorgt werden möchten, können ambulante Pflege in Anspruch nehmen. Sie müssen dafür nicht in einem Pflege- oder Altenheim leben. Hierfür wird Pflegepersonal angestellt, welches zu regelmäßigen Zeiten kommt und alle nötigen pflegerischen Maßnahmen übernimmt.

B

Behindertenausweis: Siehe Schwerbehindertenausweis.

Betreuungsrecht: Jeder volljährige Mensch der durch eine psychische Krankheit oder eine andere Behinderung nicht mehr in der Lage ist teilweise oder ganz für sich selbst zu sorgen, hat das Recht auf Betreuung bzw. einen Betreuer. Hierbei geht es nicht um Entmündigung (der Betroffene bleibt geschäftsfähig), sondern vielmehr um das Wohl und den Willen den Betroffenen. Ein Betreuer ist also nicht für die Betreuung selbst zuständig, sondern dafür diese zu organisieren und somit den Betroffenen zu unterstützen.

Bezugspflege: Bei der Bezugspflege wird jeder zu pflegenden Person eine Bezugsperson zugeteilt; Bezugspflege ist auf den Patienten ausgerichtet, d.h. eine Person übernimmt die Verantwortung und Steuerung des Pflegeprozesses.

C

D

Dauerpflege: Dauerpflege ist notwendig bei Personen die rund um die Uhr durch Dritte betreut werden müssen. Man spricht auch von vollstationärer Pflege; dies bedeutet nicht zwangsläufig einen Umzug in ein Pflegeheim. Oft kann auch die Dauerpflege im eignen Heim durchgeführt werden.

Dekubitus: Ein Dekubitus ist eine sich Wund gelegenen Stelle, auch als Druckgeschwür bezeichnet. Durch zu lange und starke Belastung einer Stelle, wird diese unterversorgt mit Blut und Sauerstoff; es kommt zu starken Hautschädigungen (bis hin zum Absterben) die mit Schmerzen einhergehen.

Demenz: Demenz ist eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit des Gehirns. Oft wird sie gleichgesetzt mit Vergesslichkeit. Allerdings besteht bei Demenz eine Schädigung des Gehirns bzw. den Nervenzellen und deren Verbindungen untereinander; dies führt unter anderem zu Vergesslichkeit, aber auch zu anderen Symptomen. Die bekannteste und häufigste Form der Demenz ist die Alzheimer Erkrankung.

E

Einzelpflegekräfte: Einzelpflegekräfte sind Pflegekräfte (z.B. Altenpfleger) die sich selbstständig gemacht haben, also nicht in einem Altersheim, Krankenhaus oder für einen Pflegedienst o.ä. arbeiten. Sie haben Anspruch eine Einzelpflegekraft zur häuslichen Pflege zu engagieren. Hierzu müssen Sie mit der Einzelpflegekraft einen Pflegevertrag abschliessen, in welchem alle Details geregelt sind. Die Abrechnung erfolgt direkt zwischen Pflegekasse und Einzelpflegekraft. Ziel ist natürlich, dass der Betroffene im Vordergrund steht und ihm/ihr ein weitestgehend selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen, indem auch auf die persönlichen Wünsche bei der Gestaltung der Pflege eingegangen werden kann.

Essen auf Rädern: Dies ist nur einer von vielen Essensbringdiensten. Angeboten wird dies speziell für Senioren, die nicht mehr in der Lage sind für sich selbst zu kochen oder auch dafür einzukaufen. Dabei wird bei der Menüzusammenstellung auch auf eine ausgewogenen Ernährung geachtet bzw. kann auch eine spezielle Kost für Diabetiker oder Menschen mit Lactoseintoleranz ausgewählt werden. Angeboten wird solch ein Dienst oft von Wohlfahrtsverbänden oder ambulanten Pflegediensten. Bedürftige können für eine solche Leistung Unterstützung vom Sozialamt erhalten.

Ziel ist es, dass pflegebedürftige Personen tägliche eine warme Mahlzeit zu sich nehmen können, dass eine ausgewogenen Ernährung ermöglicht wird und dass dadurch eventuell ein Aufenthalt im Alters- oder Pflegeheim verzögert oder sogar verhindert werden können.

F

Funktionspflege: Die Funktionspflege ist eine Form der Alten- und Krankenpflege, bei der komplexe Arbeitsvorgänge in einzelne einfache Vorgänge unterteilt werden und auf mehrere Personen verteilt werden. Jeder Mitarbeiter hat also eine bestimmte Funktion. So wird ermöglicht, auch nicht-qualifiziertes Personal besser einzusetzen (zum Beispiel beim Betten überziehen) und die Zeit der Einarbeitung zu verkürzen. Funktionspflege wird hauptsächlich bei Personalmangel angewendet. Sie steht im Gegensatz zur Bezugspflege.

G

Gehhilfe: Eine Gehhilfe ist ein Hilfsmittel um die selbstständige Mobilität zu ermöglichen oder zu steigern und dabei eventuell auch die Belastung von Gelenken zu vermindern. Hierzu zählen sowohl Krücken, Gehgestelle als auch Rollatoren.

Geriatrie: Geriatrie ist die Lehre von Krankheiten bei alten Menschen. Auch Altersheilkunde genannt.

Gerontologie: Die Gerontologie ist die Wissenschaft vom Alter und vom alt werden.

Grund- und Behandlungspflege: Die Grundpflege, auch direkte Pflege genannt, beinhaltet alle täglich nötigen, sich wiederholenden, pflegenden Maßnahmen – also das grundlegend Nötigste. So zählen hierzu die Ernährung, die Körperpflege, Ausscheidungsvorgänge und Mobilität; zusätzlich auch noch andere pflegerische Tätigkeiten die alltäglichen Aktivitäten betreffend. Alle medizinischen Pflegetätigkeiten, wie ein Verbandswechsel oder das Verabreichen von Medikamenten fallen unter den Begriff Behandlungspflege.

H

Härtefall/Härtefallregelung: Härtefall bedeutet in der Pflege, dass eine außergewöhnlich hohe Pflegebedürftigkeit besteht. Früher war dies die Pflegestufe III+, also eine Pflegebedürftigkeit die über die in Pflegestufe III definierte Pflege hinausgeht, also Schwerstpflegebedürftig.

Hausnotruf: Der Hausnotruf ermöglicht es alten oder kranken Menschen schnellstmöglich einen Hilferuf abzusetzen. In der eigenen Wohnung oder Haus wird ein Basis-Gerät aufgestellt, zusätzlich gibt es ein Arm- oder Halsband. Im Notfall, zum Beispiel bei einem Sturz, kann der Knopf gedrückt werden und somit ein Signal gesendet werden. Der entsprechende Verband, mit dem das Gerät verbunden ist, wird so alarmiert und kann sofort Hilfe vorbeischicken. Wenn man möchte, kann man auch einen Schlüssel hinterlegen, sodass der Zugang zur Wohnung oder zum Haus schnell erfolgen kann.

Häusliche Altenpflege: Die häusliche Altenpflege ist eine auf Dauer ausgelegte Möglichkeit der Pflege in den eigenen vier Wänden. Eine qualifizierte Fachkraft übernimmt die regelmäßig nötigen pflegerischen Tätigkeiten. Zusätzlich sollte das eigene Heim auf das Alter ausgelegt sein; ein Fahrstuhl, keine großen Treppenabsätze, Geländer zum Festhalten (auch in Dusche und Badewanne) etc. und bei Bedarf auch ein Hausnotrufsystem.

I

Inkontinenz: Inkontinenz bedeutet, dass eine Person keine Kontrolle über ihre Ausscheidungen hat. Es wird hierbei unterschieden zwischen Harn- und Stuhlinkontinenz.

J

K

Kurzzeitpflege: Kurzzeitpflege findet in einer vollstationären Einrichtung statt und wird, wie der Name schon sagt, nur für kurze Zeit stattfinden – die Pflegeversicherung übernimmt die Kosten für bis zu 28 Tage im Jahr. Sinn der Kurzzeitpflege ist es, einen pflegenden Angehörigen zu entlasten oder sie dient als Vorbereitung für einen pflegebedürftigen Menschen, der nach einem Klinikaufenthalt wieder in sein eigenes Heim zurückkehrt. Sie kann auch als Maßnahme stattfinden, wenn ein pflegebedürftiger Mensch einen vorrübergehend verschlechterten Gesundheitszustand hat.

Kinästhetik: Kinästhtetik ist die Lehre von der Bewegungsempfindung. Es geht um die Wahrnehmung der eigenen Bewegung. In der Pflege wird sie viel verwendet um ohne Heben und Tragen andere (pflegebedürftige) Menschen zu mobilisieren, sich selbst als Pflegender dabei zu schonen und trotzdem die möglichen Bewegungen des zu Pflegenden zu erkennen und zu unterstützen. Der Patient soll selbst die Kontrolle über seine Bewegungen haben, sie nachvollziehen können und den eignen Körper dabei erleben können, als funktionstüchtig.

L

M

Mobilisation: Unter Mobilisation werden in der Altenpflege alle Möglichkeiten und Maßnahmen bezeichnet, die die Bewegungsfähigkeit und deren Aufrechterhaltung und Förderung von Patienten beschreibt – sowohl aktiv als auch passiv.

Mobile Altenpflege: In diesem Fall kommt ein Pflegedienst zum Patienten. meist mit dem Kleinwagen, die man überall antrifft als Autofahrer.

MRSA: MRSA ist die Abkürzung für Methicillin-Resistenter Staphylococcus Aureus. Es handelt sich um ein Bakterium das sehr häufig vorkommt, meist in den oberen Atemwegen und auf der Haut. Nur ist dieses Bakterium gegen Methicillin resistent, also wirkt dieses Antibiotikum nicht gegen es. Menschen mit normalem Immunsystem macht das nichts. Problematisch wird es, wenn Patienten mit schlechtem Immunsystem mit MRSA infiziert werden. Hierzu zählen auch chronisch Pflegebedürftige. Bei ihnen kann eine Infektion mit MRSA zu einer schwerwiegenden Infektion führen. Penicilline wirken dann nicht, und man muss auf Notfallantibiotika zurückgreifen. Durch zu häufige Anwendung von diesen, kann es jedoch auch zu Resistenzen gegen diese kommen. Präventiv werden also Patienten die mit MRSA besiedelt sind in Isolierungszimmer gelegt und vom Pflegepersonal müssen gesonderte Hygienevorschriften eingehalten werden.

N

O

Osteoporose: Osteoporose wird in der Umgangssprache auch als Knochenschwund bezeichnet. Die Knochen verlieren an Dichte (Knochendichtemessung!) und sind weniger stabil. Häufig kommt es zu Knochenbrüchen – meist wird erst durch diese die Osteoporose diagnostiziert. Dann ist die Osteoporose leider schon recht weit fortgeschritten. Wichtig für die Knochen ist eine kalziumreiche Ernährung und auch Vitamin D. Hormonmangel (zum Beispiel bei Frauen nach dem Klimakterium) und Lebensalter begünstigen eine Osteoporose.

P

Patientenverfügung: Eine Patientenverfügung ist eine schriftliche Willenserklärung eines volljährigen Menschen, in welcher der eignen Wille in Bezug auf medizinische Behandlungsmethoden festgehalten wird, für den Fall, dass man durch Krankheit oder Pflegebedürftigkeit nicht mehr in der Lage ist zu diesem Zeitpunkt selbst zu entscheiden. Man legt fest, welche medizinische Maßnahmen erwünscht und welche unerwünscht sind. Meistens geht es hierbei um lebenserhaltende Maßnahmen, Organspenden und ähnliche Themen.

Pflegedokumentation: Die Pflegedokumentation ist das Niederschreiben und Zusammenführen von durchgeführten pflegerischen Tätigkeiten, aber auch von Zustandsveränderungen oder geäußerten Wünschen des zu Pflegenden, wie auch das Vorhandensein von chronischen Erkrankungen oder die Gabe von Medikamenten und deren Menge. Da meist mehrere Personen an der Pflege beteiligt sind, ist das sehr wichtig für Übergaben, an den anderen Mitarbeiter. Dieser kann in der Dokumentation nachsehen und hat alle wichtigen Informationen parat, auch wenn der direkte Kontakt zum Kollegen nicht immer stattfindet. Auch wichtig ist diese Dokumentation für den behandelnden Arzt.

Pflegekasse: Die Pflegekassen sind in Deutschland die Träger der gesetzlichen Pflegeversicherung, welche wiederum den Krankenkassen angeschlossen sind. Wer also gesetzlich krankenversichert ist, ist automatisch auch gesetzlich pflegeversichert. Wer privat krankenversichert ist, ist dazu verpflichtet sich bei einer privaten Pflegeversicherung gegen Pflegebedürftigkeit zu versichern.

Pflegetagegeldversicherung: Eine Pflegetagegeldversicherung ist eine private Zusatzversicherung die bei Pflegebedürftigkeit in Kraft tritt. Sie zahlt pro zu pflegenden Tag einen vorher festgelegten Betrag. Dieser ist unabhängig von den tatsächlich anfallenden Pflegekosten.

Pflegezeitgesetz: Dieses Gesetz gilt für die Pflege naher Angehöriger. Tritt ein akuter Fall auf, so muss man sich um die Pflege und Unterbringung des nahen Angehörigen kümmern. Hier gibt einem dieses Gesetz das Recht, kurzfristig 10 Tage frei zu nehmen (kurzzeitige Arbeitsverhinderung). Desweiteren kann man für eine Pflegezeit ein bis sechs Monate freigestellt werden. In diesen Zeiten erfolgt keine Vergütung. Dieser Anspruch besteht nur einmal pro Angehörigem und auch nur in Betrieben die regelmäßig mindestens 16 Beschäftigte haben.

Prothese: Eine Prothese bezeichnet den künstlich hergestellten Ersatz von diversen Körperteilen. Es gibt sogenannte Exoprothesen, die außerhalb des Körpers angebracht werden (zum Beispiel eine Unterarmprothese) und Endoprothesen, welche innerhalb vom Körper ersetzt werden. Hierzu zählen zum Beispiel künstliche Hüftgelenke.

Q

Qualitätsprüfung: Die Qualitätsprüfung wurde im Rahmen des Pflegeweiterentwicklungsgesetztes 2008 eingeführt. Ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen müssen ihre Leistungen überprüfen und offenlegen lassen. Dies erfolgt in Form von Noten. Ziel ist es eine größere Transparenz zu erreichen – speziell auch für Pflegebedürftige und Angehörige, die sich anhand dieser Prüfung die für sie am besten geeignete Einrichtung aussuchen zu können.

R

Reha/Rehabilisation: Rehabilisation beschreibt den Prozess der Wiederherstellung eines ursprünglichen Zustandes. In der Medizin ist damit der Zustand vor einer Erkrankung, Operation oder ähnlichem gemeint. Einschränkungen und Behinderungen die dadurch entstanden sind, sollen weitgehend rückgängig gemacht werden. Dem Patienten soll es wieder möglich sein, sein gesellschaftliches, kulturelles und soziales Leben so wie zuvor weiterzuführen.

Rollator: Ein Rollator ist eine Form der Gehhilfe. Es handelt sich hierbei um eine rollbare Gehhilfe, die hauptsächlich als Stütze beim Gehen verwendet wird. Meistens haben Rollatoren auch noch eine kleine Sitzfläche zum pausieren und einen kleinen Korb, in dem man zum Beispiel Einkäufe verstauen und leicht nach Hause transportieren kann.

S

Schwerbehindertenausweis: Der Schwerbehindertenausweis dient dazu, sich bei Behörden, beim Arbeitgeber etc. als schwerbehinderter Mensch auszuweisen und somit gewisse Nachteile auszugleichen. Hierbei handelt es sich zum Beispiel um einen besonderen Kündigungsschutz, zusätzlichen Urlaub, Vergünstigungen bei der Einkommensversteuerung, kostenfreie Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel etc. Der Schwerbehindertenausweis muss beim Versorgungsamt oder Landratsamt beantragt werden; dort erhalten Sie auch die dafür nötigen Formulare. Zu den Formularen muss bei Erstbeantragung ein ärztlicher Nachweis der Behinderung beigelegt werden. Um einen Schwerbehindertenausweis zu erhalten, muss der Grad der Behinderung mindestens 50% betragen und die betroffene Person muss ihren Wohnsitz in Deutschland haben, in Deutschland arbeiten oder sich dort für gewöhnlich aufhalten.

T

Tagespflege: Die Tagespflege beschreibt eine Form der Pflege, die nur tagsüber stattfindet und es den Pflegebedürftigen somit ermöglicht weiterhin zu Hause zu wohnen und zu schlafen. Hierbei werden zugleich sozialen Kontakte aufrechterhalten oder gar neu geknüpft. Die Pflege und auch die Verpflegung sind hierbei komplett abgedeckt; dies kann individuell gestaltet werden.

Teilstationäre Pflege: Die teilstationäre Pflege ist eine Kombination aus stationärer Pflege und ambulanter Pflege. Man verbringt entweder den Tag oder die Nacht in einer pflegerischen Einrichtung und den anderen Teil des Tages zu Hause. Dies hat den Vorteil, dass sowohl die sozialen Kontakte der pflegebedürftigen Person aufrechterhalten oder sogar neu geknüpft werden, als auch, dass der oder die Angehörigen dadurch entlastet werden. Desweiteren kann die pflegebedürftige Person weiterhin in ihrem eigenen Heim wohnhaft bleiben.

Thrombose: Eine Thrombose beschreibt die Entstehung eines Blutpfropfes (Thrombus). Dies gescheiht hauptsächlich in venösen Blutgefäßen. Ist dieser Thrombus größer als das Blutgefäß, so bleibt dieser hängen und verstopft das Gefäß – dies nennt man Thrombose. Je nachdem wo im Körper dies passiert, können unterschiedliche Krankheitsbilder auftreten. In der Lunge sprciht man von Lungenembolie, im Gehirn löst es einen Schlaganfall aus, im Herz einen Herzinfarkt, im Bein kann es zu einer tiefen Beinvenenthrombose kommen.

Tumor: Ein Tumor ist ein Geschwülst, ausgelöst durch unkontrolliertes Zellwachstum. Dies kann gutartig oder bösartig sein. Bei bösartigen Tumoren spricht man von Krebs. Im gegensatz zu den gutartigen Tumoren wird dabei vom Zellwachstum auch Nachbargewebe befallen und es kommt zu einer Streuung dieser bösartigen Zellen, also zu Metastasen.

U

V

Vorsorgevollmacht: In einer Vorsorgevollmacht überträgt man seine Entscheidungsgewalt an eine andere, von sich selbst ausgesuchte Person. Dies ist nötig, wenn man aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr selbst in der Lage ist, seinen Willen kund zu tun. Zum Zeitpunkt der Ausstellung der Vorsorgevollmacht muss man geschäftsfähig sein, also seinen Willen selbstständig kund tun können. Entscheidungen über folgende Inhalte können damit getroffen werden:
Pflegebedürftigkeit, Wohnungsangelegenheiten, Vertretung vor Behörden und vor Gericht, Vermögenssorge, Betreuungsverfügung, Postverkehr, andere Untervollmachten.

W X Y Z

Beitrag verfasst von Konrad Dießl.